Lyngenfjord liegt nur ein paar Stunden von der arktischen Metropole Tromsø entfernt. Und doch fühlt es sich an wie eine andere Welt: schroffe Berggipfel, tiefe Fjorde und gebirgige Inseln, die aus dem Nordmeer ragen. Das Beste aber ist das trockene, stabile Winterklima – ideale Voraussetzungen, um Nordlichter zu beobachten.
Die Lyngenalpen halten die Wolken auf
Wenn Schneewolken vom grönländischen Inlandeis oder Regenwolken, die dem Golfstrom folgen, Lyngen erreichen, stoßen sie auf Widerstand. Die bis zu 1.833 Meter hohen Lyngenalpen – Lyngsalpan – bilden eine Barriere für die Wolken. Die großen Inseln im Norden, allen voran Arnøya und Kågen, wirken zudem wie ein Pfropfen gegen plötzlich aufziehende arktische Tiefdruckgebiete. Dadurch herrscht rund um den Lyngenfjord ein stabileres und kontinentaler geprägtes Klima als an weiten Teilen der nordnorwegischen Küste.
Der Fjordort Skibotn gehört mit gerade einmal 300 Millimetern Niederschlag im Jahr zu den trockensten Orten Nordeuropas. Ähnlich trocken ist es entlang des inneren Lyngenfjords und weiter nordwärts entlang des Flusses Reisa.
Weniger Wolken bedeuten mehr Nordlichter
Sie ahnen es schon: Weniger Wolken bedeuten mehr klare Nächte und mehr Sternenhimmel. Und damit steigen Ihre Chancen, die Nordlichter zu sehen. Das Nordlichtoval – der Gürtel mit der stärksten Nordlichtaktivität – zieht sich rund um den magnetischen Nordpol und liegt jeden Abend über der Region Lyngenfjord.
Doch um die Lichter zu sehen, brauchen Sie einen klaren Himmel. Dank des trockenen, stabilen Klimas sind die Chancen darauf am Lyngenfjord besser als an vielen anderen Orten unter dem Nordlichtoval.
Unter den Nordlichtern ist viel Platz
Rund um den Lyngenfjord leben nur wenige Menschen, die kleinen Siedlungen liegen weit verstreut. So gibt es viel Raum, um Ihren eigenen Platz in der Dunkelheit zu finden und die Nordlichter auf Ihre ganz eigene Weise zu erleben – fern von den Lichtern der Städte und belebten Straßen.
Manchmal ist die äußere Küste die beste Wahl
Keine Regel ohne Ausnahme. Wenn im Winter kalte Ostwinde wehen, können sich Wolken an den mächtigen Bergen entlang der Grenze stauen. Ähnliches kann passieren, wenn ungewöhnlich milde und feuchte Tiefdruckgebiete über die Ostsee ziehen und auf unserer Seite der Berge milde, trockene Föhnwinde entstehen lassen.
Dann ist die äußere Küste die beste Wahl. Von Aussichtspunkten an der Fjordmündung und auf den großen Inseln können Sie beobachten, wie die Nordlichter über schroffen Bergen oder sogar über dem offenen Meer tanzen.
Wenn Sie Ihre Chancen möglichst gut nutzen möchten, sollten Sie mobil sein und je nach Windrichtung zwischen Küste und Inland wechseln können.
Lyngen bedeutet Ruhe
Der Name Lyngenfjord geht auf das altnordische Wort „logn“ zurück, das Ruhe oder Windstille bedeutet. Geschützt vor dem wilden Atlantik ist es an den Ufern des Lyngenfjords und in den ruhigen Tälern im Landesinneren deutlich stiller.
Zugegeben: Die Temperaturen liegen häufig im zweistelligen Minusbereich. Mit der richtigen Kleidung ist das aber kein großes Problem. Eine feste und stabile Schneedecke sorgt dafür, dass Sie den ganzen Tag draußen sein und den Winter genießen können.
Hundeschlittenfahren ist Geschwindigkeit auf natürliche Art
Pulverschnee in Hülle und Fülle und eine abwechslungsreiche Landschaft: Die Region Lyngenfjord scheint wie geschaffen fürs Hundeschlittenfahren. Die Huskys warten lautstark und voller Ungeduld auf den Start – und werden erstaunlich still, sobald es hinaus in die Landschaft geht.
Den Schlitten steuern Sie selbst. Wie das geht, lernen Sie in zwei Minuten. Tagsüber können Sie dabei die Landschaft genießen. Und wenn Sie am Abend unterwegs sind, sehen Sie vielleicht sogar die Nordlichter – sofern sie sich zeigen.
Rentierschlitten sind das traditionsreichste Verkehrsmittel am Lyngenfjord
Einst führten Handelswege quer durch Nordskandinavien zu den Wintermärkten am Lyngenfjord. Waren wurden aus verschiedenen Himmelsrichtungen hierhergebracht, und das wichtigste Transportmittel war der Rentierschlitten.
Moderne Fahrzeuge haben ihn längst ersetzt. Eine Fahrt mit dem Rentierschlitten ist heute eine ruhige und unterhaltsame Art, die Winterlandschaft zu erleben. Rentiere neigen nicht gerade zu Geschwindigkeitsrekorden – Sie haben also reichlich Zeit, Tiere und Landschaft aus nächster Nähe zu betrachten.
Eine Mahlzeit in einem samischen Lavvu gehört natürlich dazu. Auch abends werden Touren angeboten – mit der Chance, unterwegs die Nordlichter zu sehen.
Mit dem Schneemobil geht es hoch hinauf in die Wildnis
Beim Schneemobilfahren am Lyngenfjord geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern darum, sich durch eine raue, verschneite Winterlandschaft zu bewegen. Sie werden schnell merken, dass Sie viel besser damit zurechtkommen, als Sie vielleicht gedacht hätten.
Mit dem Schneemobil gelangen Sie weit hinein in die Wildnis und hoch hinauf in die Berge – mit großartigen Ausblicken auf die Landschaft. Auch am Abend werden Touren angeboten, und dann stehen die Chancen gut, unterwegs Nordlichter zu sehen. Für Schneemobiltouren gelten klare Regeln, damit Wildtiere möglichst wenig gestört werden.
Im Winter kommen die Orcas zum Heringsbuffet
Skandinavier lieben Hering – und die hiesigen Orcas offenbar auch. In den vergangenen Jahren haben sich Milliarden von Heringen am nördlichen Ende der Fjorde rund um das Fischerdorf Skjervøy gesammelt, bevor sie zum Laichen weiterziehen. Und wo Hering ist, sind auch Orcas.
Bei organisierten Touren können Sie beobachten, wie Orcagruppen einen Heringsschwarm einkreisen. Einer nach dem anderen bedient sich – entsprechend der Rangordnung – und schnappt sich dabei Hunderte Heringe auf einmal.
Auch Buckelwale und Finnwale gesellen sich zum festlichen Heringsbuffet. Für Walbeobachtungen gelten Regeln, damit die Tiere nicht gestört werden. All dies spielt sich irgendwann zwischen November und den ersten Februartagen ab. Das kann sich allerdings ändern: Neue Heringsgenerationen könnten auf die Idee kommen, andere Wege zu nehmen.
Die Landschaft am Lyngenfjord ist von gewaltigen Dimensionen
Die Lyngenalpen erheben sich bis zu 1.833 Meter über dem Lyngenfjord und bilden ein nahezu undurchdringliches Labyrinth aus hohen Gipfeln, tiefen Tälern und Gletschern. Im Winter reicht der Schnee vom Meer bis hinauf zu den Gipfeln.
Schon auf der kleinen Fähre von Breivikeidet bei Tromsø zur Lyngenhalbinsel machen die Berge Eindruck. Und wenn Sie durch die Region reisen, erleben Sie sie immer wieder aus neuen Blickwinkeln.
Hinter den Gipfeln verstecken sich schöne Täler und Wälder
Auf der Ostseite des Fjords liegen kleine Orte unter dramatischen Bergen. Zwischen den Gipfeln ziehen sich lange, schmale Täler mit landwirtschaftlich genutzten Flächen in Richtung der finnischen Grenze.
In Nordnorwegen lohnt es sich eigentlich immer, von der Hauptroute abzubiegen. Täler wie Signaldalen, Manndalen und Kåfjorddalen sind einen Abstecher auf jeden Fall wert.
Der Reisa-Fluss führt in tiefe Wälder
Ein weiterer gut gehüteter Geheimtipp sind die tiefen Wälder rund um den Reisa-Fluss. Vom Frost gezeichnete Kiefern in bizarren Formen säumen den gewundenen Fluss, eingerahmt von schroffen Felsgipfeln.
Sie können diese Landschaft auf Skiern, mit dem Schneemobil oder mit dem Hundeschlitten erkunden.
Die großen Inseln bekommen die Stürme ab
Wenn Sie von den Wäldern im Reisadalen bis nach Årviksand fahren, dem nördlichsten Dorf der Region, könnte der Kontrast kaum größer sein. Die Landschaft ist fast völlig vegetationslos und liegt offen zum Meer. Die Häuser drängen sich dicht aneinander – plötzlich befinden Sie sich in einer ganz anderen Welt.
Das kleine Fischereistädtchen Skjervøy liegt geschützter und wirkt überraschend geschäftig. Machen Sie im Café Halt, essen Sie ein Stück Kuchen und hören Sie ein wenig dem örtlichen Klatsch zu.
Die Polarnacht ist eine Zeit voller Farben
Man könnte meinen, dass es rund um die Wintersonnenwende zwei Monate lang stockfinster ist, weil die Sonne unter dem Horizont bleibt. Und tatsächlich dauert die Dunkelheit rund 20 Stunden am Tag – perfekt für Nordlichter.
Doch während der wenigen Stunden um die Mittagszeit spielt das spärliche Licht mit dem weißen Schnee auf den Berggipfeln und dem ruhigen Wasser des Lyngenfjords. Silber, Gold, Pfirsich und Fuchsia gehen ineinander über, bis das Licht schließlich in einem tiefen, klaren Kobaltblau verschwindet.
Nutzen Sie diese kostbaren Stunden für eine Fahrt entlang der Fjorde – oder für eine der vielen Winteraktivitäten im Schnee.
Februar und März sind sonnige Monate
Manchmal können Sie schon Mitte Januar von Ihrer Unterkunft am Fjord aus beobachten, wie die Sonne die Berggipfel golden färbt. Gute Skifahrer eilen dann die Berghänge hinauf, um die Sonne ein wenig früher zu sehen als alle anderen.
Im Februar sind die Tage bereits lang, das Wetter ist stabil und kalt, und Sie haben viele Stunden Tageslicht für Ausflüge und Aktivitäten im Schnee. Im März werden die Tage noch länger. Gleichzeitig bleiben noch einige kostbare dunkle Nachtstunden – und gerade dann können die Nordlichter besonders intensiv sein.
Um den 1. April herum werden die Möglichkeiten langsam geringer. Drei Wochen später hat das Tageslicht die Nordlichter endgültig von der Bühne verdrängt.
Nordlichter gibt es auch im Herbst
Ein völlig anderes Erlebnis sind die Nordlichter im Herbst. Schon Ende August können Sie mit etwas Glück die ersten sehen. Die Nächte sind dann allerdings noch sehr kurz, entsprechend gering sind die Chancen.
Mitte September sieht es schon ganz anders aus: Die Nordlichter sind wieder regelmäßig zu sehen, und Ihre Chancen sind ähnlich gut wie mitten im Winter. Im September bleiben die Nächte meist frostfrei, und Glatteis ist noch kein Thema. Auch Oktober und November sind häufig noch schneefrei, allerdings werden die Nächte kälter und Frost immer wahrscheinlicher.
Die Samen waren die ersten Bewohner rund um die Fjorde
Wenn Sie in Olmmaivaggi/Manndalen mit der Hand über die groben und zugleich weichen Fasern der traditionellen Grene-Teppiche streichen, berühren Sie ein Stück sehr alter Geschichte. Seit 1.400 Jahren weben die Samen solche Textilien – und vermutlich leben sie schon wesentlich länger rund um den Lyngenfjord.
Viele Menschen in den Fjordorten haben samische Wurzeln, und unter älteren Menschen wird die Sprache noch gesprochen. Heute erleben Kunsthandwerk, Trachtentraditionen und das kulinarische Erbe rund um die Fjorde eine Renaissance.
Einst war der Lyngenfjord ein Land der Möglichkeiten
Eine weitere tief verwurzelte Kultur am Lyngenfjord ist die der Kvenen. Im 18. Jahrhundert ließen sich Menschen aus Finnland am Lyngenfjord nieder und brachten ihre Sprache, ihre Saunen und ihre landwirtschaftlichen Traditionen mit.
Im Reisadalen, rund um Skibotn und auch andernorts haben viele Menschen kvenische Wurzeln, auch wenn die Sprache heute nur noch von wenigen gesprochen wird. Das Kvenische basiert auf alten finnischen Dialekten und enthält zahlreiche Lehnwörter aus dem Norwegischen und Samischen.
Norwegische Fischereikultur
Havnnes ist ein alter Handelsplatz mit Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Noch heute wird hier Stockfisch produziert – jenes Produkt, das ab dem 14. Jahrhundert ein wichtiger Grund für die norwegische Besiedlung der äußeren Küste war.
Heute wird überall Norwegisch gesprochen, für die meisten Menschen als Muttersprache.
Auch Ihr Gaumen sollte den Lyngenfjord kennenlernen
Lyngen-Lamm ist eine Delikatesse, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Mit jedem Bissen schmecken Sie gewissermaßen die arktischen Kräuter und Blumen, die unter der Mitternachtssonne wachsen.
Die Garnelen aus dem Lyngenfjord sind groß, saftig und schmackhaft. In den Restaurants werden sie mit hausgemachten Saucen und Mayonnaisen serviert. Zur Not kaufen Sie einfach eine Papiertüte voll und essen sie wie Süßigkeiten. Die Schalen bekommen die Möwen.
Sirup aus wilden Beeren aus Nordreisa ist ein schönes Mitbringsel – und schmeckt hervorragend zu Eis.
Halten Sie außerdem Ausschau nach Rognballsuppe, einer kräftigen Fleischsuppe mit Klößen aus Fischrogen.
Die Lokale sind bescheiden – und ausgesprochen beliebt
Der Restaurantszene am Lyngenfjord fehlt es gründlich an Snobfaktor und Trendbewusstsein. Fragen Sie dafür irgendeinen Lkw-Fahrer an der E6, und er wird Ihnen wahrscheinlich das gemütliche Bios Café in Storslett empfehlen.
Großzügige Portionen mit regionalen Gerichten sind dort das Markenzeichen, und die meisten Gäste kommen aus der Gegend.
Solvind Restaurant, mit einem großartigen Blick auf die äußeren Lyngenalpen, interpretiert die regionalen Zutaten auf mediterrane Art.
Und wenn Sie zwischendurch eine Pause vom Sightseeing brauchen: Kaffekiin in Storslett röstet seinen Kaffee selbst.
Über die Whiskybrücke in den Himmel
Das Wasser des Lebens hat es bis weit über den Polarkreis geschafft. In Årøybukt produziert Aurora Spirit Distillery, die nördlichste Whiskybrennerei der Welt, den preisgekrönten bernsteinfarbenen Whisky „Bivrost“.
Bivrost ist in der nordischen Mythologie die Brücke zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Götter – und wird häufig mit den Nordlichtern in Verbindung gebracht. Eine Führung mit Kostproben passt also bestens zu einer Nordlichtreise.
Am Lyngenfjord gibt es keine Kettenhotels
Wenn Sie am Lyngenfjord übernachten, kommt Ihr Geld fast zwangsläufig der lokalen Gemeinschaft zugute. Internationale Hotelketten gibt es hier nicht. Stattdessen finden Sie eine große Auswahl kleinerer Unterkünfte – von sportlich und preiswert bis luxuriös, mit ziemlich viel dazwischen.
Den besten Überblick bietet Visit Lyngenfjord. Dort können Sie die Unterkünfte auch buchen.
Hotels und Hostels gibt es für unterschiedliche Budgets
In den größeren Orten finden Sie kleinere Hotels mit komfortablen Einzel- und Doppelzimmern und Frühstück. Meist gibt es auch ein Restaurant und manchmal eine Bar.
Einige Unterkünfte richten sich besonders an Skitourengeher und bieten günstige Preise und ein wenig Backpacker-Atmosphäre. Und dann gibt es noch das Hostel in Solhov, Nordnorwegens größtem Holzgebäude, das einst als Internat diente.
Gönnen Sie sich ein wenig Luxus am Fjord
Wenn Sie schon bis zum Lyngenfjord gekommen sind, können Sie sich vielleicht auch ein wenig Luxus gönnen. Entlang der Fjorde finden Sie exklusive Lodges mit Spa-Angeboten, besonderen Ausflügen, erstklassiger Küche und Transfers von Tromsø.
Alles wird für Sie organisiert, der Service ist persönlich – und an Ruhe mangelt es ganz bestimmt nicht.
Wohnen Sie mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden in einem Ferienhaus
Wenn Sie mit der ganzen Familie oder einer kleinen Gruppe von Freunden reisen, finden Sie in der gesamten Region kleine Ferienanlagen. Einige nennen sich „Camping“, andere richten sich im Sommer vor allem an Hochseeangler. Eine gut ausgestattete Küche mit gemütlicher Sitzecke zur Selbstverpflegung, ein eigenes Bad und mehrere Schlafzimmer machen diese Unterkünfte komfortabel und gesellig – und für eine Gruppe auch preislich attraktiv.
Mieten Sie ein Haus von Einheimischen
Eine besonders charmante Möglichkeit ist es, ein Ferienhaus zu mieten. Das kann ein modernes Haus sein, aber auch ein älteres Wohnhaus, das heute nicht mehr dauerhaft bewohnt wird. Schauen Sie sich die Fotos genau an. Solche Häuser bieten oft eine wohnliche Atmosphäre und jede Menge Charakter – und Sie wohnen mitten im örtlichen Leben.
Nordlichter aus der Sauna erleben
Für ein etwas anderes Nordlichterlebnis gehen Sie ins Wasser – oder zumindest in die Sauna. Rund um den Lyngenfjord finden Sie schwimmende Saunen ebenso wie Whirlpools und traditionelle Saunen. Zum Abkühlen sind der Fjord oder frischer Schnee oft gleich nebenan.
Die Freude daran, sich richtig aufzuwärmen – und porentief sauber zu werden – hat hier lange Tradition. Besonders in den kvenischen Gemeinden in Teilen der Region spielt die Saunakultur seit Langem eine wichtige Rolle. Und wenn die Nordlichter auftauchen, während Sie warm im Dampf sitzen, gibt es wirklich keinen Grund, sich gleich wieder anzuziehen.
Meistens fliegen Sie nach Tromsø
Der Flughafen Tromsø ist der am besten angebundene Flughafen im gesamten Norden und bietet zahlreiche direkte Verbindungen innerhalb Norwegens und ins Ausland. Alta liegt nordöstlich der Lyngenfjord-Region und hat Direktflüge nach Oslo. Sie können also beispielsweise nach Tromsø fliegen und von Alta zurückreisen – oder umgekehrt.
In Sørkjosen (SOJ) gibt es sogar einen kleinen Flughafen. Tickets dorthin können Sie einschließlich des Umstiegs in Tromsø buchen. Tromsø und Skjervøy im äußeren Lyngenfjord erreichen Sie außerdem mit den legendären Hurtigruten-Schiffen.
Eine Bahnverbindung gibt es nicht. Der nächste Bahnhof befindet sich in Narvik. Von dort fahren Busse zu den Orten entlang der E6, unter anderem nach Skibotn, sowie nach Tromsø.
Mit einem Mietwagen haben Sie die größte Freiheit
Am einfachsten ist es, direkt am Flughafen einen Mietwagen zu übernehmen. Damit sind Sie völlig flexibel unterwegs. Es ist von Vorteil, wenn Sie bereits Erfahrung mit winterlichen Straßenverhältnissen haben. Die Mietwagen haben jedoch Spikereifen, und die Straßen werden normalerweise gut geräumt und gestreut.
Informieren Sie sich unbedingt über die Wetter- und Straßenverhältnisse, bevor Sie losfahren. Rechnen Sie außerdem nicht damit, kurzfristig einen Mietwagen zu bekommen. Besonders im Winter sollten Sie ihn rechtzeitig reservieren.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Lyngenfjord zu kommen, ist einfacher als Sie denken
Täglich gibt es zwei Busverbindungen von Tromsø in die Lyngenfjord-Region. Sie führen über die E8, E6 und Rv 91 unter anderem nach Lyngseidet, Skibotn, Olderdalen, Skjervøy und Storslett. Die Busse sind relativ preiswert, sehr zuverlässig und in der Regel pünktlich. Bezahlen können Sie mit der App Troms Billett auf Ihrem Smartphone.
Weitere Informationen zu diesen Busverbindungen finden Sie auf der Website von Visit Lyngenfjord sowie bei Svipper, der offiziellen Website für den öffentlichen Nahverkehr in der Region.
The Arctic Route, ein privates Verkehrsangebot speziell für Reisende, bietet während der Wintersaison Busverbindungen von der Lyngenfjord-Region nach Tromsø und Finnland. Diese Verbindungen sind besonders praktisch, wenn Sie auch andere Regionen im Norden Skandinaviens besuchen möchten.
Die äußeren Gebiete erreichen Sie mit dem Schiff
Ebenso unkompliziert ist die Fahrt mit dem Schnellboot von Tromsø nach Skjervøy, das unterwegs in Nord-Lenangen und Arnøyhamn hält. Mehr über Inselhopping erfahren Sie auf der Website von Visit Lyngenfjord.
Sie können auch mit den legendären Hurtigruten-Schiffen zwischen Tromsø und Skjervøy fahren. Der Flug mit Widerøe von Tromsø nach Sørkjosen spart viel Zeit: Sie sind weniger als eine halbe Stunde in der Luft.
Kombinieren Sie Ihren Aufenthalt mit Tromsø
Im nahe gelegenen Tromsø ist im Winter jede Menge los. Die Stadt bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, viele organisierte Touren, gute Restaurants und eine entspannte Atmosphäre.
Doch wenn sich die Schneewolken über Tromsø entladen und die Nordlichter schmollend auf sich warten lassen – wohin fahren dann die Nordlichtjäger? Unter den klaren Himmel am Lyngenfjord!
Wenn Sie eine Woche im Winter zur Verfügung haben, können Sie beispielsweise das Wochenende im lebhaften Tromsø verbringen und anschließend einige Wochentage im verschneiten, trockenen und wunderschönen Lyngen.
Organisieren Sie alles selbst – oder lassen Sie Visit Lyngenfjord die Arbeit übernehmen
Eine einfache Möglichkeit ist, online ein Hotel in Tromsø, eine Unterkunft in Lyngen über die Website von Visit Lyngenfjord und einen Mietwagen zu buchen. Anschließend können Sie je nach Bedarf Ausflüge und Aktivitäten über Visit Lyngenfjord buchen.
Ein Nordlicht-Pauschalangebot von Visit Lyngenfjord umfasst den Transport ab Tromsø, die Unterkunft und eine gute Auswahl an Touren – und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Schauen Sie sich die Angebote auf der Website von Visit Lyngenfjord einfach einmal an.
Lyngenfjord kurz zusammengefasst
Die Lyngenfjord-Region liegt ungefähr zwischen Tromsø und Alta und umfasst den großen Lyngenfjord und die angrenzenden Fjorde, Täler, Berge und Inseln. Zur Region gehören fünf Gemeinden: Lyngen, Storfjord, Kåfjord, Nordreisa und Skjervøy. Von Tromsø erreichen Sie die südlichen und westlichen Teile der Region in etwa zwei Stunden.
Storslett in Nordreisa und Skjervøy sind mit jeweils etwa 2.000–3.000 Einwohnern die größten Orte der Region. Weitere größere Orte sind Olderdalen, Skibotn, Hatteng und Lyngseidet. Dazwischen liegen zahlreiche kleinere Dörfer und Siedlungen an den Fjorden und in den Tälern.
Von Tromsø fahren Busse über Lyngseidet und Olderdalen nach Storslett und Skjervøy. Weitere Busverbindungen führen über Nordkjosbotn, Oteren und Hatteng nach Skibotn und Manndalen. Außerdem fährt ein Schnellboot von Tromsø nach Skjervøy mit Zwischenstopp in Nord-Lenangen. Mit einem Mietwagen sind Sie am flexibelsten und können je nach Wetter zwischen der Küste und dem trockeneren Landesinneren wechseln. Planen Sie Ihre Reise zum Lyngenfjord mit Svipper, der offiziellen Website für den öffentlichen Nahverkehr in der Region.
Große Hotelketten gibt es am Lyngenfjord nicht. Dafür finden Sie zahlreiche kleinere Hotels, Gästehäuser, Lodges, Campingplätze mit komfortablen Hütten, einfache Hostels und Ferienhäuser. Einige luxuriöse Lodges direkt am Fjord bieten außerdem Restaurants, Spa-Angebote, Ausflüge und Transfers ab Tromsø. Eine gute Übersicht über die Unterkünfte finden Sie bei Visit Lyngenfjord.
Die hohen Berge schützen große Teile der Region vor Schnee- und Regenwolken, die vom Meer kommen. Dadurch ist das Klima trockener und stabiler als an vielen anderen Orten an der nordnorwegischen Küste. Skibotn gehört sogar zu den trockensten Orten Nordeuropas. Weniger Wolken bedeuten mehr klare Nächte – und damit bessere Chancen, die Nordlichter zu sehen.
Wichtig ist trotzdem, mobil zu sein. Je nach Wind und Wetter kann einmal das trockene Landesinnere und ein anderes Mal die äußere Küste den klarsten Himmel haben.
Die ersten Nordlichter können bereits Ende August erscheinen, doch ab Mitte September sind die Nächte lang genug für gute Chancen. Im Winter sind die Nächte besonders lang, während Februar und März eine attraktive Kombination aus langen, hellen Tagen und dunklen Nächten bieten. Anfang April werden die Nächte schnell heller; gegen Ende April ist es für Nordlichter zu hell.
Hundeschlittenfahrten, Rentierschlitten, Schneemobiltouren und Schneeschuhwanderungen gehören zu den klassischen Winteraktivitäten. Rund um Skjervøy können im frühen Winter auch Orcas und Buckelwale beobachtet werden, wenn große Heringsschwärme in die Fjorde ziehen. Dazu kommen die Lyngenalpen, die Wälder und Täler von Nordreisa und die Inselwelt an der äußeren Küste.
Die Region ist seit Jahrhunderten ein Treffpunkt samischer, kvänischer und norwegischer Kultur. In Orten wie Manndalen, Skibotn und im Reisadalen finden Sie lebendige Handwerkstraditionen, lokale Geschichte und Spuren des alten Handels zwischen der Küste und dem heutigen Finnland und Schweden. An der äußeren Küste prägen Fischerei und Stockfischproduktion die Kultur bis heute.
Visit Lyngenfjord ist die lokale Tourismusorganisation. Dort finden Sie Informationen über Unterkünfte, Verkehr, Aktivitäten und Ausflüge und können viele Angebote direkt buchen.
